Milcheis direkt vom Bauernhof

Die Milchwirtschaft zählt in Bayern zur umsatzstärksten Branche der bayerischen Ernährungswirtschaft. Gemeinsam organisiert ist die milchwirtschaftliche Sparte dabei in der Bayerischen Milchwirtschaft als Dachverband. Eine von Erfolg gekrönte Organisation, die sich nun von der Kuh sogar an die Vermarktung von Milcheis wagt. Mit Erfolg, wie die steigende Beliebtheit von Bauernhofeis zeigt. Sie kommt ohne den Zusatz von künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen aus und wird quasi direkt vom Kuhstall in die Eistüte gebracht.

Leckeres Bauernhofeis von Familie Wiesmayer (Foto: LVBM)

So etwa bei Familie Wiesmayer, die schon im Jahr 2003 mit der Eisproduktion begann, zunächst jedoch nur ausgewählte Gastronomen mit der eiskalten Milcherfrischung versorgte. Jetzt wird die frisch gemolkene Milch direkt nach dem Pasteurisieren in die Eismaschine verbracht und mit Saisonobst der Region zu leckeren Eismassen aufbereitet, die dann im hofeigenen Direktverkauf die Kunden erfreuen. Biomilcherzeuger Erich Lerf stellt hingegen kein eigenes Eis her, versorgt aber die lokale Eisdiele am Ort mit tagesfrischer Milch von seiner Braunvieh-Herde.

Ein Wunder ist der Erfolg des Bauernhofeises dabei keineswegs, denn je fetter die Milch, desto leckerer und cremiger das Eis. Zwar ist auch für auf Milchpulver basierende Eiscremes die Bezeichnung Milcheis erlaubt, sofern sie einen Milchgehalt von mindestens 70 Prozent aufweist, mit echter Milch wird das Eis jedoch deutlich schmackhafter. Die starke Nachfrage ist der beste Beweis dafür. Zwar gelten nach wie vor die Sorten Schokolade und Vanille als besonders beliebte Milcheisklassiker, dennoch liegen auch ausgefallene Sorten der jeweiligen Saison wie Joghurt-Heidelbeer oder Feige-Honig voll im Trend und erfreuen große und kleine Leckermäuler. Die Bayerische Milchwirtschaft weiß schließlich, wo die Trends liegen und wie das Milcheis so richtig lecker wird.

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