Altersarmut stoppen? Wie Frauen mit kluger Geldanlage gegen die spätere Krise planen

Frauen stehen beim Thema Altersvorsorge vor besonderen Herausforderungen. Durch unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeitmodelle und geringere Einkommen reichen gesetzliche Renten oft nicht aus. Im Durchschnitt fehlen Frauen bis zu 18 Beitragsjahre in der Rentenversicherung, was sich über das gesamte Erwerbsleben hinweg auf rund 180.000 Euro weniger Rentenleistungen summiert. Zusätzlich erhalten sie etwa 40 Prozent weniger Rente als Männer und leben durchschnittlich fünf Jahre länger – eine Kombination, die das Risiko finanzieller Engpässe deutlich erhöht.

Viele Frauen verlassen sich bei der Altersvorsorge noch auf den Partner, doch dieses Modell birgt erhebliche Risiken. Bei rund 50 Prozent aller Ehen, die geschieden werden, verlieren Frauen im Durchschnitt etwa 25 Prozent ihres Vermögens. Wer keine eigenen Rücklagen aufgebaut hat, steht dann häufig vor existenziellen Herausforderungen.

Die gute Nachricht: Bereits kleine, regelmäßige Beträge können langfristig viel bewirken. Schon 100 Euro monatlich können über 30 Jahre hinweg – bei langfristig durchschnittlicher Marktentwicklung – rund 140.000 Euro ergeben. Dieser Betrag kann entscheidend dazu beitragen, die Rentenlücke zu schließen. Fachleute gehen davon aus, dass viele Frauen mindestens 150.000 Euro zusätzlich benötigen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern.

Der Einstieg ist auch mit kleineren Beträgen sinnvoll. Viele beginnen mit 100 bis 200 Euro pro Monat und setzen auf einfache ETF-Sparpläne, die breit gestreut in internationale Märkte investieren. Selbst wer in Elternzeit ist oder nur begrenzte Mittel hat, kann bereits mit 50 Euro monatlich starten. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Perfektion.

Praktische Beispiele zeigen, wie sich konsequentes Investieren auswirkt: Eine 47-jährige Geschiedene baute nach der Trennung mit 200 Euro monatlich innerhalb von drei Jahren rund 8.500 Euro Vermögen auf. Eine andere Frau startete mit nur 25 Euro pro Monat und verfügte nach zehn Jahren über mehr als 45.000 Euro.

Studien zeigen zudem, dass Frauen oft langfristiger und disziplinierter investieren. Sie handeln tendenziell weniger impulsiv und halten an ihrer Strategie fest – Eigenschaften, die einen nachhaltigen Vermögensaufbau unterstützen. Finanzielle Unabhängigkeit ist keine Frage des Misstrauens, sondern eine Form der Absicherung, die die eigene Handlungsfähigkeit stärkt und Sicherheit schafft – unabhängig vom Familienstand.

Mehr Informationen unter: https://www.moneylady.de/

(Bildrechte: Michaela Harlacher)