Die ARD erweitert ihr barrierefreies Angebot für Menschen mit Behinderungen deutlich. Bis 2028 wird die ARD Mediathek umfassend ausgebaut, um mehr Sendungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Audiodeskription anzubieten. Für diesen redaktionellen Ausbau investiert die ARD über 1,7 Millionen Euro.
Für gehörlose Zuschauer werden mehr als 100 neue Sendungen in Gebärdensprache verfügbar sein. Ab diesem Jahr kommen Premium-Dokumentationen, Reportagen und Shows hinzu, 2027 folgen Crime-Formate und Sportdokus, 2028 dann lange Dokumentarfilme und Talkformate. Auch beliebte Sendungen wie Tatort, Polizeiruf 110 und die neue Staffel von „In aller Freundschaft“ erhalten Gebärdensprach-Versionen.
Für blinde und sehbehinderte Menschen wird das Angebot an Audiodeskriptionen erweitert. Neben Natur-Dokumentationen werden auch Reihen wie „ARD Crime Time“ und „ARD History“ mit Hörbeschreibungen versehen. Live-Übertragungen von Fußball- und Handballspielen im Ersten erhalten künftig standardmäßig Audiodeskription.
Für Menschen mit Leseschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen bündelt die ARD ihre Angebote in Leichter und einfacher Sprache. Ab Sommer werden alle entsprechenden Inhalte auf einer zentralen Seite bei tagesschau.de zusammengefasst. Zusätzlich startet ein WhatsApp-Kanal, der werktäglich auf barrierearme Nachrichten hinweist.
Die Untertitelung wird ebenfalls weiter verbessert. Während Das Erste bereits nahezu komplett untertitelt ist, werden Lücken im Angebot geschlossen und KI-generierte Transkripte für Streams bereitgestellt. Diese Maßnahmen sollen allen Menschen den Zugang zu hochwertigen Medieninhalten ermöglichen.
(Bildrechte: NDR)