Dokumentation über Windkraft-Betrüger: Ab März in der ARD Mediathek

Die ARD zeigt ab dem 27. März 2026 in ihrer Mediathek einen 90-minütigen Dokumentarfilm, der einen Wirtschaftsskandal aus dem Bereich der Windkraft beleuchtet.

Der Film erzählt die Geschichte von Hendrik Richard Holt, einem Unternehmer aus Haselünne, der zunächst als Hoffnungsträger der Energiewende galt und später wegen Betrugs verurteilt wurde. Mit gefälschten Genehmigungen für Windparks baute er ein System auf, das auf eine Beute von mehr als einer Milliarde Euro abzielte.

Der Film zeigt, wie Projektunterlagen manipuliert wurden und Zustimmungserklärungen nur auf dem Papier existierten. Eine Kommunalbeamtin erstattete Anzeige, was zur Aufklärung führte. Holt wurde 2022 zu einer Haftstrafe verurteilt und befindet sich im offenen Vollzug.

Zu Wort kommen neben Holt selbst seine Ehefrau, seine Großmutter, Weggefährten, Ermittler, Staatsanwälte und Journalisten. Der Film untersucht, wie Image, Machtversprechen und familiäre Loyalitäten Betrug ermöglichen können.

Produziert wurde der Film von dem Team, das auch für die Doku-Serie „Lubi – Ein Polizist stürzt ab“ verantwortlich war. Die Macher betonen, dass sie vor allem verstehen wollten, warum so viele Menschen den Versprechungen glaubten.

Der Film ist ab dem 27. März 2026 in der ARD Mediathek verfügbar und wird später im Ersten ausgestrahlt. Für Interessierte an Wirtschaftsthemen und Verbraucherschutz bietet die Dokumentation Einblicke in die Mechanismen von Betrugsfällen.

(Bildrechte: SWR/Frisbeefilms/Bianca Domula)