Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeigt, dass die Sorge vor einem sozialen Abstieg in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Fast 40 Prozent der Befragten blicken mit großer Besorgnis auf das kommende Jahr und fürchten finanzielle Einbußen sowie Einschränkungen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe.
Besonders betroffen sind bestimmte Bevölkerungsgruppen: Bei den unter 40-Jährigen äußert etwa die Hälfte große Sorgen, während es bei den über 65-Jährigen knapp 29 Prozent sind. Frauen zeigen mit rund 43 Prozent deutlich häufiger Ängste als Männer mit etwa 35 Prozent. In Haushalten mit Kindern liegt die Besorgnis bei rund 47 Prozent, gegenüber 36 Prozent in Haushalten ohne Kinder.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind besonders betroffen – rund 56 Prozent von ihnen geben an, große Sorgen vor einem sozialen Abstieg zu haben. Auch regionale Unterschiede sind erkennbar: In Ostdeutschland liegt der Anteil der stark Besorgten bei etwa 42 Prozent, im Westen bei rund 38 Prozent.
Die Ergebnisse spiegeln wider, was der SoVD täglich in seinen Sozialberatungsstellen erfährt. Die Politik ist gefordert, mit konkreten Maßnahmen zu reagieren – dazu gehören unter anderem ein höherer Mindestlohn, gezieltere Investitionen in Bildung und bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
(Bildrechte: Sozialverband Deutschland (SoVD))